Dank »Provielierung« wieder am Ball

Schritt für Schritt führt es eine Vielzahl Langzeitarbeitslose auf den regionalen Arbeitsmarkt zurück - und passt sich dabei ganz dem einzelnen Teilnehmer an: das im April 2007 gegründete Trainings- und Integrationsprojekt »provieliert« vom Forum e. V. Das von der ARGE und der Stadt Wuppertal finanzierte Projekt wendet an sich an Bezieher einer Grundsicherung nach SGB II oder SGB XII, die den Einstieg ins Arbeitsleben versuchen möchten, und unterstützt sie bei der Wiedererlangung ihrer Erwerbsfähigkeit.

Der Verein fördert kooperative Werkstätten, die Menschen mit psychischen Erkrankungen oder Suchtproblemen auf dem Weg zurück ins Berufsleben und damit in die Gesellschaft unterstützen. Eine solche Werkstatt ist proviel, deren Kundenaufträge von den Teilnehmern bearbeitet werden. Als Behindertenwerkstatt im Jahre 1994 gegründet, hat sich proviel mit inzwischen 750 Mitarbeitern zu einer verlängerten Werkbank« für die bergische Region entwickelt. Die Kunden sind meist mittelständische Industrieunternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Aufgaben, die für diese Unternehmen übernommen werden, sind vielfältig. In der Regel haben sie einen hohen Anteil an manuellen Tätigkeiten: einfache Verrichtungen wie Verpacken und Konfektionieren sowie anspruchsvollere wie die Metallbearbeitung mit modernsten CNC-Maschinen. 

 

Ganz so, wie es die persönliche Situation erlaubt 

 

Mit »provieliert« wurde eine ganz neue Abteilung eingerichtet, in der die Kunden der ARGE Wuppertal mit besonders hohen Vermittlungshemmnissen - durch ihre psychische Beeinträchtigung - sukzessive an das Erwerbsleben herangeführt werden. Und das erfolgt sehr behutsam und der individuellen Situation angemessen: Innerhalb der ersten drei Monate werden zunächst die Fähigkeiten und Talente der Teilnehmer festgestellt. Gemeinsam werden anschließend realistische Ziele definiert, auf deren Basis das weitere lntegrationsprogramm erarbeitet wird. Dies kann zum Beispiel den Einstieg in weiterführende Maßnahmen wie

eine berufliche Reha im Berufsbildungsbereich von proviel eröffnen. Im besten Fall führt die »Provielierung« zu einer festen Anstellung auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Aber die Dauer der Beschäftigung ist für diese spezielle Personengruppe grundsätzlich unbegrenzt - und das ist das Besondere an dieser Maßnahme.

  

Sinnvolle Tätigkeiten motivieren

  

Theorie und Praxis werden für die Teilnehmer sinnvoll kombiniert: Durch die Arbeit an realen Aufträgen der proviel-Kunden werden sie an das Arbeitsleben herangeführt. Zwischen 15 und 20 Stunden pro Woche umfasst dieser praktische Teil. Die Theorie - Informationen über das Hilfe- System in Wuppertal, Erledigung von »Schreibkram« wie das Ausfüllen von Verträgen oder auch Übungen zum Lesen und Schreiben – erfolgt in zwei weiteren Stunden pro Woche als begleitender Unterricht in den proviel-Schulungsräumen.

»Wir bringen unsere jahrelange Erfahrung ein, Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum eine oder keine Chancen haben, nach ihren ganz individuellen Fähigkeiten wieder in ein strukturiertes Arbeitsleben zu integrieren«, bekräftigt <personname w:st="on">Michael May</personname>, Geschäftsführer des Forum e. V. »Und wenn wir unseren Job gut machen, dann machen unsere Leute ihren Job ebenfalls gut!. Die über 100 Menschen, die an »provieliert« bisher teilgenommen haben, haben alle nach der dreimonatigen Trainingsmaßnahme weitergemacht und sind glücklich über ihre neue Chance im ganz »normalen« Arbeitsalltag. Auf insgesamt 200 Bedürftige kann dieses Projekt ausgerichtet werden.

 

 Projektursprung „provieliert«

  

Seit April 2007 bietet der Forum e. V. dieses Trainings- und Integrationsprojekt für Bezieher einer Grundsicherung nach SGB II oder SGB X11 in einer eigens dafür eingerichteten Abteilung an. Das von der ARGE und der Stadt Wuppertal finanzierte Projekt hat zum Ziel, die im besonderen Maße arbeitsmarktfernen Teilnehmer auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben zu unterstützen.

 

Druckversion dieser Seite
  | Homepage | Suche | Impressum | AGB | © 2006-2011 proviel GmbH | 
Aktualisiert am: 06.10.2011