Gute Arbeit!

Was man bei proviel alles tun kann.

Zuverdienst, berufliche Bildung/Rehabilitationsmaßnahme, Festanstellung, in Vollzeit oder Teilzeit, im Industrieservice, in der Metallbearbeitung oder in der Montage, in der Küche, der Kantine oder bei der Hausreinigung: Es gibt viele Möglichkeiten, bei proviel zu arbeiten. Begleitende Dienste helfen mit Rat und Tat auf dem Weg zurück ins Arbeitsleben.

 

Bitte einsteigen: Zuverdienst / "provieliert"

„Hauptsache, man hat eine vernünftige Arbeit – alles Weitere ergibt sich dann schon“, sagt ein Provieler – und wenn man sich die gute Entwicklung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei proviel anschaut, ist da wohl etwas dran. Doch „der erste Schritt ist der schwerste“, heißt es bekanntlich – und das gilt sicher auch für den Weg zurück ins Arbeitsleben. Um psychisch kranken Menschen diesen wichtigen ersten Schritt zu erleichtern, macht proviel ein Angebot, das in dieser Form wohl einzigartig in Deutschland ist: Für sie besteht die Möglichkeit des Einstiegs über unseren Zuverdienst. In einer eigenen Abteilung gibt es die Möglichkeit, im Rahmen einer sogenannten „geringfügigen Beschäftigung“ etwas dazuzuverdienen – und zu testen, ob einem die Arbeit bei proviel liegt. Diese Zuverdienstabteilung trägt sich selbst, ohne öffentliche Zuschüsse – der Einstieg ist deshalb ganz einfach schon nach einem Gespräch mit einem Mitarbeiter des Sozialdienstes möglich. Für alle Empfänger von Grundsicherungsleistungen nach SGB II und SGB XII bietet proviel die Maßnahme "provieliert" an.

 

Nächster Schritt: berufliche Bildung/Reha

Wenn sich herausstellt, dass man mit der Arbeit gut zurechtkommt, kann der nächste Schritt erfolgen: eine von der öffentlichen Hand finanzierte Rehabilitationsmaßnahme. Ziel ist es, den Mitarbeiter so zu fördern und zu qualifizieren, dass er neues Vertrauen in sich und seine persönlichen Fähigkeiten bekommt und seine Arbeitsfähigkeit zurückgewinnt. Eine Rehabilitationsmaßnahme dauert in der Regel zwei Jahre. Für jeden Mitarbeiter wird zunächst ein individueller Förderplan erstellt, der auf drei Säulen steht. Die erste Säule ist der theoretische Unterricht von proviel: Hier werden konkrete berufliche Fähigkeiten vermittelt. Die zweite Säule sind die „Kurse“, dabei geht es um allgemeine berufliche Qualifizierung wie in EDV oder in der Qualitätssicherung, aber auch um die Weiterentwicklung der persönlichen Fähigkeiten: Neben Gedächtnistraining steht z. B. ein Kreativkurs auf dem Programm. Die dritte und vielleicht wichtigste Säule ist die Arbeit in Lehrwerkstatt und Werkstatt: In diversen Praktika werden die Mitarbeiter mit den verschiedenen Bereichen bei proviel vertraut gemacht. Zur Seite stehen ihnen dabei Fachkräfte, die neben ihrer eigentlichen Berufsausbildung eine Zusatzqualifikation für die Betreuung psychisch Erkrankter haben. Für Menschen mit besonders hohem Förderbedarf wird eine Einzelbetreuung angeboten.

 

Sicherer Arbeitsplatz: Festanstellung

Nach einer erfolgreichen Rehabilitationsmaßnahme kann man in eine Festanstellung bei proviel wechseln. Auch hier gibt es individuelle Förder- und Qualifizierungsmaßnahmen. Wenn sich die Möglichkeit bietet und wenn man sich „fit“ genug fühlt, kann man von hier aus jederzeit in den „ersten“ Arbeitsmarkt wechseln. Hilfestellung beim Übergang leistet der Integrationsfachdienst, der regelmäßig Beratungsgespräche durchführt. Einige Mitarbeiter bleiben dauerhaft bei proviel – das ist ebenfalls möglich, in Vollzeit ebenso wie in Teilzeit.

 

Immer zur Stelle: begleitende Dienste

Zur Unterstützung in beruflichen, aber auch persönlichen Angelegenheiten stehen jedem Provieler – neben dem Werkstatt­­rat – verschiedene begleitende Dienste zur Verfügung. Das Team des „Sozialdienstes“ ist Ansprechpartner bei Fragen und Problemen aller Art. Auch für psychologische und medizinische Unterstützung ist gesorgt. Über unseren Träger, den Forum e.V., bieten wir zudem „betreutes Wohnen“ an. Ziel ist es dabei, ein selbstständiges, selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen. Hier unterstützen wir die Menschen zum Beispiel dabei, ihre Alltagsaufgaben zu erfüllen, Konflikte und Krisen zu bewältigen oder zu vermeiden, sozialrechtliche Fragen zu klären und Finanz- und Behördenangelegenheiten zu regeln.

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Aktualisiert am: 06.10.2011
Verantwortlich für die sozialen Dienste und die berufliche Bildung: Fachbereichsleiter Ulrich Rehwald