Pressemitteilung vom 07.03.2007

Kompetenzverbund Bergische Werkstätten – Unternehmenspotentiale gemeinsam nutzen!

 

Pressemitteilung zur Pressekonferenz am 07.03.2007 um 12.00 Uhr
 

 

Kompetenzverbund der Bergischen Werkstätten

vertreten durch:

Lebenshilfe Remscheid e. V.

Lebenshilfe – WfB Solingen gGmbH

Werkstatt Lebenshilfe i. Berg. Land GmbH

Lebenshilfe WfB Wuppertal gGmbH

proviel gGmbH - Service und Produktion

 

 

Gib mir fünf!

 

Wer heute beim Leistungsprofil von Werkstätten für Behinderte nur an Holzspielzeug oder ähnliche Produkte denkt, der hat einen wesentlichen Wandel in den letzten Jahren verpasst – zumindest bei den Werkstätten des Kompetenzverbundes im Bergischen Land.

 

Wo findet man sonst einen Partner, der sowohl im Industrieservice als auch bei unternehmensnahen Dienstleistungen nachweisbar eine wesentliche Ergänzung für die Wertschöpfung von ansässigen Unternehmen in der Region ist.

Ob Montage oder Konfektionierung, ob Metallbe-  oder Holzverarbeitung, ob Kunststoffschweißtechnik, Logistik oder Elektromontage, ob Digitale Archivierung oder IT-Dienstleistungen, ob Aktenvernichtung, Event-Organisation oder Catering –

der Kompetenzverbund ist ein vielseitiger Problemlöser als Partner der bergischen Unternehmen und das Beispiel für gelebte ‚Lebendige Unternehmenskultur’.

 

Ein so überdurchschnittliches Portfolio kann doch keiner allein anbieten?

Richtig, deshalb haben sich die Werkstätten der Lebenshilfen in Remscheid, Solingen, Wermelskirchen und Wuppertal sowie die proviel gGmbH  zum Kompetenzverbund Bergischer Werkstätten zusammengeschlossen.

 

Gemeinsam blickt der Verbund auf ein erfolgreiches Jahr 2006 zurück:

  • deutlicher Wachstumskurs
    • mit den Bestandskunden insbesondere durch eine Steigerung der Produktionstief
    • mit den Bestandskunden durch deren verbesserte Auftragslage
    • mit neuen Kunden, die anderen Zuliefern aufgrund von Qualitäts- oder Lieferproblemen den Rücken gekehrt haben
  • erkennbar an den Neueinstellungen von knapp 200 neuen Mitarbeitern
  • Implementierung von zusätzlichen Qualifizierungsprogrammen für die Mitarbeiter zur kontinuierlichen Qualitätssicherung im Sinne der Auftraggeber

 

 

Kompetenz im Verbund

Die Angebotspalette des Kompetenzverbundes ist breit gefächert und auch bei der Durchführung großer Aufgaben agiert der Verbund flexibel und kundengerecht.

Die Werkstätten sind mittelständische Unternehmen mit je 250 bis 650 Beschäftigten, die auf unterschiedliche Leistungen spezialisiert sind und sich als Netzwerk gegenseitig bestens ergänzen. Gemeinsam bieten sie den Unternehmen ein Potential von mehr als 2000 motivierten Mitarbeitern. Und bei dieser Anzahl wird es nicht bleiben, denn hier finden Menschen mit Behinderung moderne, zukunftsfähige, langfristige und entwicklungsfähige Arbeitsplätze. Allein im Jahr 2006 fanden knapp 200 Mitarbeiter  - Dank neuer Auftraggeber und Dank steigender Auftragsvolumen – einen neuen Arbeitsplatz. Und eine laufende, auftragsbezogene Investitionsbereitschaft ist für den Verbund selbstverständlich. Das gilt nicht nur für die „Manpower“, sondern auch für den großen Maschinenpark, den die Werkstätten in die Zusammenarbeit mit ihren Auftraggebern einbringen und für die Lagerflächen und Fuhrparkmöglichkeiten.

 

Hieraus leiten sich auch die Ziele für 2007 ff ab:

  • Noch stärkere Bündelung der Kräfte und Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder
  • zur Abgabe wettbewerbsfähiger Angebote für noch größere und komplexere Lose bzw. Aufträge.
  • Hierzu wird der Qualifizierungsverbund für die Mitarbeiter weiter stetig ausgebaut, damit zum Einen den stetig wachsenden Anforderungen der Auftraggeber jederzeit gerecht werden kann und zum Anderen auch die geeigneten Mitarbeiter kontinuierlich auf den 1ten Arbeitsmarkt vorbereitet werden.
  •  

 

Mehr als fünf Vorteile

Für das Outsourcing von komplexen Prozessen oder einzelnen Aufgaben in die Hände des Kompetenzverbundes sprechen viele Gründe: Mehr und mehr Auftraggeber vertrauen langfristig auf die spezialisierten Werkstätten, um ihre Produktion dauerhaft vor Ort zu sichern. Die Nähe dank der regionalen Verankerung bietet Verlässlichkeit, Flexibilität und schnelle Reaktionszeiten. Und die Wettbewerbsfähigkeit ist nicht nur durch die hohe Identifikation der Mitarbeiter mit den betrauten Aufgaben gegeben, sondern hier verbindet sich hohe Qualität mit echten Preisvorteilen – auch dank der Ausgleichsabgabe.

 

 

Fünf Beispiele gelebter Kooperation

 

Komplexe Baugruppen für Textilmaschinen mit über 100 Einzelteilen montiert die Lebenshilfe-Werkstatt Remscheid für die Barmag, einer Zweigniederlassung der Saurer GmbH & Co.KG. Über 50 einzelne Arbeitsschritte sind dafür notwendig. Alle fertig montierten Baugruppe werden einer 100%igen Prüfung nach Kundenvorhaben unterzogen – so hochwertig und zuverlässig, dass die Baugruppen nach Lieferung sofort in die Textilmaschinen eingebaut werden können.

 

Zwei bis drei Mal pro Woche rollen sie auf den Hof der proviel gGmbH in Wuppertal, die großen Laster des Beschlagteileherstellers Emka, meist voll beladen mit den unterschiedlichsten Materialien, die montiert oder konfektioniert werden müssen. Seit dem Jahr 2000 arbeiten die beiden Unternehmen zusammen – und weil sich die Zusammenarbeit bewährt hat, wurde sie kontinuierlich ausgebaut. „Rund 1000 verschiedene Artikel bearbeiten wir für Emka“, schätzt Matthias Laufer, einer der drei Prokuristen von proviel. Rund 40 Arbeitsplätze im Industrieservice sind allein von Emka ausgelastet.

 

Die Lebenshilfe Werkstätten Wuppertal sichern die Einsatzbereitschaft der Wuppertaler Polizei: Als die in eigener Regie geführte Polizeikantine aufgrund des Kostendrucks aufgegeben werden sollte, gab die Lebenshilfe kurzerhand ihre eigene Küche auf und verlagerte das gesamte Personal auf das Gelände der Bereitschaftspolizei. Seit 2004 werden hier nun mehr als 1.000 Essen zubereitet – für die Lebenshilfe und die Polizei. Und auch der eigene Catering-Service wird von hier betrieben – Qualität, Menge und Preis stimmen und die Lieferung erfolgt frei Haus – natürlich nicht mit Polizeifahrzeugen, sondern eigenen Spezialwagen.

 

Als reiner Hardware-Dienstleister ist die Werkstatt Lebenshilfe Wermelskirchen bereits erfolgreich seit Anfang 2004 für die Continentale Krankenversicherungs a.G.  tätig. PC’s und Monitore werden für den Einsatz in den bundesweiten Filialen technisch vorbereitet und ausgeliefert. Im letzten Jahr hat man auch den Zuschlag für das Roll-out – Aufstellung und Anschluss in den Filialen - erhalten. Hierzu wurden die Mitarbeiter weiter qualifiziert, mit Erfolg: „Die Auftragsvergabe an die WLH war die richtige Entscheidung“, urteilt heute Manfred Stille, Informatikleiter bei der Continentale, nach Projektabschluss. „Die Ausstattung der Kundencenter war die größte Einzelaufgabe des vergangenen Jahres und die WLH hatte einen großen Anteil daran, dass dieses Projekt so erfolgreich war.“

 

Seit vielen Jahren trägt die Lebenshilfe-Werkstatt Solingen mit dazu bei, dass Solingens Schneidwaren weltweit als Qualitätsprodukte bekannt sind. Denn als Partner der Zwilling J.A. Henckels AG ist die Solinger Werkstatt nicht nur als externes Dienstleistungsunternehmen tätig, sondern hat 80 behinderte Mitarbeiter in den Werken von Zwilling integriert. Mehr als 60 Prozent aller Produkte gehen hier durch ihre Hände.

 

Und dies sind nur einige der Erfolgsstorys, an denen der Kompetenzverbund gemeinsam mit den Unternehmen der Region geschrieben hat. Fortsetzung folgt…

 

 

Kontakt:

Kompetenzverbund Bergische Werkstätten:

Telefon: 0800 / 101 68-10
Telefax: 0800 / 101 68-11

E-Mail: info@dont-want-spam.berg-werk.de

Web: www.berg-werk.de

 

oder die einzelnen Verbundmitglieder vertreten durch die jeweilige Geschäftsführung.

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Aktualisiert am: 06.10.2011