„…und was können wir für Sie tun?“

proviel: ein Unternehmen mit Profil!

Moderne Architektur, hohe, helle Räume mit farblichen Akzenten, an den Wänden selbstgemalte Kunstwerke, eine angenehm entspannte Atmosphäre und überall freundlich grüßende Menschen: So kann eine „Behindertenwerkstatt“ für psychisch erkrankte Menschen heute aussehen. Bei proviel in Wuppertal fühlen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohl, hier können sie neues Selbstvertrauen gewinnen.


Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1994, um Menschen mit psychischen Erkrankungen bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben zu unterstützen. Seither hat sich proviel für viele psychisch kranke Menschen in der Region zur ersten Anlaufstelle entwickelt.

 

Zu Beginn waren es nur rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, heute arbeiten in den beiden Standorten rund 500 Menschen. Davon sind etwa zehn Prozent Fachkräfte. Die meisten Mitarbeiter sind in den Werkstätten tätig, in der Montage, in der Metallbearbeitung oder im Industrieservice. Aber auch Küche und Hauswirtschaft werden von „Provielern“ übernommen. Viele Mitarbeiter sind bei proviel in einer beruflichen Rehabilitationsmaßnahme, manche finden hier aber auch den Job fürs Leben. In einer eigenen Abteilung stehen zudem rund 85 Arbeitsplätze zur Verfügung, an denen sich psychisch kranke Menschen einen Zuverdienst erarbeiten können. Auch Teilzeitarbeit ist möglich.

 

Die Kunden von proviel kommen aus den unterschiedlichsten Branchen. Die Aufgaben sind vielfältig. Einfache Tätigkeiten wie Verpacken und Konfektionieren sind darunter, aber auch anspruchsvollere wie die Metallbearbeitung mit modernsten CNC-Maschinen oder die komplette Montage der aus vielen Einzelteilen bestehenden PUKY-Fahrzeuge.

 

proviel beweist, dass auch psychisch kranke Menschen gute, wertvolle Arbeit leisten können – wenn man Strukturen schafft, die den Bedürfnissen und Möglichkeiten jedes Einzelnen gerecht werden. Bei proviel ist dies ganz offensichtlich gelungen: Das haben bei einer Umfrage im Jahr 2006 auch die fast durchweg positiven Aussagen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über ihre Arbeit bei proviel bewiesen. Ein Mitarbeiter bringt es auf den Punkt: „Die Art, wie hier mit den Menschen umgegangen wird, das Zwischenmenschliche, das gefällt mir. Wir haben ein sehr gutes Arbeitsklima in der Abteilung, einen sehr guten Arbeitsanleiter und vor allem sehr vielfältige Arbeit.“

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Aktualisiert am: 09.08.2010

So ist's Recht:

Was ist eigentlich eine „Werkstatt für behinderte Menschen“? Und was sind ihre Aufgaben? In § 136 des neunten Sozialgesetzbuches (SGB IX) ist das genau definiert:

 

§ 136 Begriff und Aufgaben der Werkstatt für behinderte Menschen

(1) Die Werkstatt für behinderte Menschen ist eine Einrichtung zur Teilhabe be­hin­derter Menschen am Arbeitsleben (…) und zur Eingliederung in das Arbeits­leben. Sie hat denjenigen behinderten Menschen, die wegen Art oder Schwere der Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigt werden können,

1. eine angemessene berufliche Bildung und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemessenen Arbeitsentgelt aus dem Arbeitsergebnis anzubieten und

2. zu ermöglichen, ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.

Sie fördert den Übergang geeigneter Personen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt durch geeignete Maßnahmen. Sie verfügt über ein möglichst breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen sowie über qualifiziertes Personal und einen begleitenden Dienst.