proviel macht viel, hilft viel

(Wuppertaler Rundschau, 27.10.2004)

 

Zehnjähriges Bestehen mit Freunden und Förderern gefeiert

 

(Imv). Seit zehn Jahren leistet die „pro viel“ gGmbH am Arrenberg im Umgang mit psychisch kranken Menschen wertvolle Arbeit. Grund genug, das Jubiläum kürzlich auch richtig groß zu feiern. Viele Freunde, Mitarbeiter und Förderer waren gekommen, um an einem Tag der offenen Tür in den neuen Räumlichkeiten der beruflichen Bildung das Jubiläum entsprechend zu würdigen. Mit einem bunten Programm, kleinen Theateraufführungen und Musik, wurde bei schöner Stimmung ausgiebig gefeiert.

 

Kein Wunder, können sich doch die Erfolge der Einrichtung in der Milchstraße wirklich sehen lassen. Zwar möchte man nicht ganz hoch hinaus, wie es die Adresse vielleicht vermuten lässt, dennoch will „pro viel“ mit zahlreichen Projekten auch mindestens die nächsten zehn Jahre erfolgreich bestreiten. Die ersten Anfänge dafür wurden gemacht: So gab es in der Vergangenheit einen so großen Zulauf für die neuen Werkstattgebäude in der Milchstraße, dass in diesem Jahr mit einem Erweiterungsbau begonnen werden musste. In diesem Zusammenhang wurde die Verlegung der dortigen Abteilung „Rollermontage“ nach Unterbarmen nötig.

 

Bis Ende des Jahres rechnet „pro viel“ weiter mit einer steigenden Beschäftigungszahl. Bislang arbeiten hier 388 Menschen. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung bei einem besonderen Angebot, dass bereits im vergangenen Jahr ins Leben gerufen wurde: Am Arrenberg startete das Projekt Betreutes – 70 Menschen erhalten hier Unterkunft und Unterstützung.

 

Hervor gegangen war „pro viel“ 1994 aus der in den 80er Jahren gegründeten „Werkgemeinschaft Alfred Rexroth“, einer Werkstatt für psychisch Behindert. Über Stationen in Heckinghausen und an der Hofaue fand „pro viel“ schließlich 1998 eine Bleibe am Arrenberg. Die Beschäftigtenzahl stieg. Projekte wurden erfolgreich umgesetzt und neue Produktionsabteilungen notwendig: Bei Papier und Druck, Rollermontage oder dem „jüngsten Kind“, der Elektromontage, sind gute Auftragszahlen zu verzeichnen.

 

Neben dem Produktionsbereich steht bei „pro viel“ aber immer auch der Mensch im Vordergrund: Kantine  und Hauswirtschaft sorgen für das Wohl der Belegschaft, Einzelfallförderung und Integrationsfachdienst lösen bestimmte Problemfälle und vermitteln Praktika an interessierte und entsprechend befähigte Mitarbeiter. So viel Engagement wurde im Mai diesen Jahres auch mit dem Preis für „lebendige Unternehmenskultur“ der Regionale 2006 ausgezeichnet.

 

Nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus in der Milchstraße wird auch ein erweitertes Angebot in Berufsbildung und Produktion zur Verfügung stehen. Dadurch sieht sich „pro viel“ dann noch stärker als bisher in der Lage, bei psychisch kranken oder behinderten Menschen den Rehabilitations- und Arbeitsplatzbedarf zu decken.

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Aktualisiert am: 06.10.2011