proviel hat schon recht bald nach seiner Gründung begonnen, sich systematisch um die Sicherung der Qualität zu kümmern – aus eigenem Antrieb. Denn das Unternehmen wuchs rasant, und es musste dafür sorgen, dass auch mit den vielen neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Qualität der Arbeit stimmte. Auch von einer „Behindertenwerkstatt“ wird heute perfekte Qualität erwartet: proviel ist genauso in die Logistikkette seiner Kunden eingebunden wie jeder andere Zulieferer. Die interne Struktur wurde auf die wachsenden Aufgaben abgestimmt. Für jeden Arbeitsplatz wurden Arbeitsanleitungen mit genau festgelegten Schritten entwickelt. Schulungen und Fortbildungen wurden für Fachkräfte wie für Mitarbeiter eine angenehme Pflicht.
Um seinen Kunden die Qualität auch schwarz auf weiß garantieren zu können, beschloss proviel im Jahr 2005, ein Qualitätsmanagement (QM) nach DIN EN ISO 9001 einzuführen und dies auch zertifizieren zu lassen. Angestrebt wurde eine Zertifizierung, die für das gesamte Unternehmen gilt: für die Kerntätigkeit – Montage, Metallbearbeitung, Industrieservice –, für die Service-Bereiche wie Küche und Hauswirtschaft und auch für die Führungsebene. Als Unternehmen, das in besonderer Weise dem Wohl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verpflichtet ist, hat proviel den Arbeits- und Gesundheitsschutz in das Qualitätsmanagement integriert. Aufbauend auf der QM-Norm hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege „Managementanforderungen für den Arbeitsschutz“, kurz MAAS-BGW, entwickelt. Dabei geht es etwa um die Umsetzung gesetzlicher, berufsgenossenschaftlicher und behördlicher Anforderungen, die arbeitsmedizinische Vorsorge, die Beurteilung der Arbeitsbedingungen, den Umgang mit Gefahrstoffen und das Notfallmanagement.
Die Mitarbeiter und Fachkräfte wurden dabei von Anfang an einbezogen. In Workshops nahmen die Teams sämtliche Prozesse im Unternehmen unter die Lupe. Es wurde genauestens untersucht, was gut läuft, was verbessert werden muss – und wie man dies verbessern kann. Auf dieser Basis wurden auf allen Ebenen die Prozesse optimiert, Arbeitsabläufe wurden neu definiert und beschrieben, Verantwortlichkeiten, Nachweis- und Kontrollpflichten festgelegt. In Seminaren wurde das Fachpersonal mit den neuen Prozessen vertraut gemacht.
Das Ergebnis: Im Juni 2006 wurden die Zertifikate überreicht. Die Kunden haben nun gleichsam schriftlich, was sie in der täglichen Zusammenarbeit selbst erfahren: dass proviel professionelle Qualität liefert.