120 neue Jobs für Menschen mit Handycap

Solinger Morgenpost 24.04.2009 

 

120 neue Jobs für Menschen mit Handycap

 

BERGISCHES LAND (hoff) Hinter dem Kompetenzverbund der Bergischen Werkstätten steckt die vereinigte Produktions- und Service- Leistung von fünf Einrichtungen für Behinderte im Bergischen Städtedreieck: der . Lebenshilfe. Remscheid e.V, der Lebenshilfe Werkstatt für Behinderte Solingen gGmbH, der Werkstatt Lebenshilfe im Bergischen Land GmbH, der Lebenshilfe Wuppertal gGmbH und der Proviel GmbH - Service und Produktion. Diese Betriebe beschäftigen mittlerweile insgesamt fast 2800 Mitarbeiter. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug 46 Millionen Euro, eine Steigerung um 17 Prozent gegenüber 2007. 120 neue Arbeitsplätze, speziell eingerichtet für Beschäftigte mit Handicap, konnten geschaffen werden. Die Geschäftsführung ist stolz auf die Leistung, mit der die Werkstätten zur Produktivität der regionalen Industrie beisteuern. Das teilte Christoph Nieder vom Kompetenzverband gestern während einer Pressekonferenz in Wuppertal mit. In Zusammenarbeit und im Auftrag etlicher bergischer Unternehmen beschäftigen sich die. Werkstätten mit Montage und Konfektionierung von elektrischen und anderen Teilen, bearbeiten Holz und Metall, schweißen Kunststoffe, bieten Dienstleistungen wie Aktenvernichtung, Event-Organisation oder Catering.

 

Fünf Millionen investiert

Die Betriebsflächen für Produktion und Logistik summieren sich auf 46 000 Quadratmeter. Hier werden im Jahr 39 Millionen Einzelteile verarbeitet, beispielsweise weit mehr als eine Million. Hornhauthobel montiert; 3,7 Millionen Farbscheiben geprüft und verpackt, drei Viertel Millionen Fahrkartenhüllen hergestellt, 15 000 Bohrer mit dem Laser beschriftet. 50 neue Kunden-Betriebe konnte der Verbund im vergangenen Jahr gewinnen, darunter  Rasspe Systemtechnik, Ruco, Joh. Herrmann Picard, Thyssen Krupp Materials Internation und Karl Koch. Die Investitionen im vergangenen Jahr addieren sich auf sieben Millionen Euro. Fünf Millionen gingen in die Erweiterung, Sanierung oder den Neubau von Gebäuden, zwei Millionen in Maschinen und die Verbesserung von Produktionsabläufen.
Viele Unternehmen der Region stützen sich seit Jahren auf die Leistungen der Lebenshilfe. Die Wellpappenfabrik Otto Hampel in Remscheid zum Beispiel bescheinigt: „Seit Jahrzehnten ist unsere Zusammenarbeit von Liefertreue und Zuverlässigkeit geprägt." Die Kortenbach GmbH in Solingen hat Arbeitsplätze der Lebenshilfe in den eigenen Betrieb integriert: „Wir sind mit der Kooperation sehr zufrieden und würden bei neuen geeigneten Projekten jederzeit wieder die Zusammenarbeit mit der WfB suchen.

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Aktualisiert am: 06.10.2011