Wege zurück in die Arbeit

Westdeutsche Zeitung, 10.10.2009 

MESSE  40 Aussteller informierten bei der int:a in der Stadthalle über Möglichkeiten zur Qualifizierung für Arbeitslose. 

Von Sandra Sirrenberg  

Die Messe für berufliche Integration und Arbeit in Wuppertal (int:a), hat sich zu einer wichtigen Anlaufstelle für Arbeitssuchende in Wuppertal entwickelt. In die­sem Jahr fand sie zum dritten Mal statt, um einen Überblick über die umfassenden Ausbildungs-; und Qualifizierungsangebote, die die Arge mit zahlreichen Unternehmen in Wuppertal anbietet, zu geben. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ein wichtiges Angebot für die gut 16 000 Arbeitssuchenden unter den 48 000 Arge-Klienten in Wup­pertal.Trotz Wirtschaftskrise klappt die Vermittlung in diesem Jahr gut.

„Insgesamt  haben wir mittler­weile 25.000 Teilnehmerplätze in verschiedensten Bereichen anzu­bieten", sagt Thomas Lenz, Ge­schäftsführer der  Arge Wupper­tal. „Wir wollen den Menschen Wege zurück in die Arbeit aufzei­gen". Das Angebot reicht von Arbeitsgelegenheiten über Qualifi­zierungsmöglichkeiten bis hin zu Stylingtipps für  Bewerbungsge­spräche. Mehr als 40 Aussteller waren bei der zweitägigen Messe in der Stadthalle für die Arbeits­suchenden da. 

So bietet zum Beispiel die Gesa ein Bewerbercenter an und hat mit der Arge kleine Unterneh­men in Wuppertal aufgebaut, in denen neue Arbeitsplätze ge­schaffen werden. Hierzu, gehört auch der Holzenergiehof, auf dem Holz zur Vermarktung ver­arbeitet wird. Die proviel GmbH Wuppertal arbeitet mittlerweile mit 60 Firmen in der Region zu­sammen und bietet fast 800 Plätze im Bereich der beruflichen In­tegration an - besonders für psy­chisch kranke oder behinderte Menschen. Daneben gibt es Pro­jekte wie den Verein Alpha, der mit dem Projekt Stoffwechsel arbeitslosen Frauen neue Job-Perspektiven bieten will.

Es ist ein riesiges Programm, das lange nicht allen, die es be­trifft, bekannt ist. Eine junge Wuppertalerin, die schon seit zwei Jahren einen Ausbildungs­platz sucht, ist erstaunt über die vielen Möglichkeiten, die sich für sie auftun. „Ich wusste nicht, dass ich so viele Ansprechpartner habe, " sagt sie kurz und ist auch schon auf dem Weg zum nächs­ten Stand.

Arge-Chef Lenz ist überzeugt, dass dieses Weiterbildungs-Angebot auch auf Wuppert als Ar­beitsmarkt wirkt. „Dieses  Jahr hatten etwa 13 000 Abgänge in unseren Integrationsprojekten zu verzeichnen" - also Jobsuchende, die in Ausbildung oder Beschäfti­gung vermittelt wurden.„Bisher läuft es gut, trotz der Wirtschafts­krise", sagt Lenz. Doch der große Einbruch auf dem Arbeitsmarkt sei mit Sicherheit im November oder Dezember zu erwarten.

Lenz` Bilanz der int:a fällt den­noch positiv aus: Die Besucher­zahlen an beiden Tagen sind ge­stiegen, die Bewerber waren gut vorbereitet. „Die Leute kommen, obwohl sie nicht gezwungen wurden", so der Arge-Chef. „Und je­der, der sich von selbst auf den Weg macht, ist schon ein Erfolg.

 

BESUCHER

ZAHLEN Die Arge geht von 1000 Fachbesuchern und 6000 Besuchern am Publikumstag aus. Angeschrieben wurden vor der Messe gut 10.000 Lang­zeitarbeitslose.

 

 

 

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Aktualisiert am: 06.10.2011