Wirtschaftsblatt Bergisch Land, Ausgabe 3/10
Norbert Feith, Oberbürgermeister der Stadt Solingen und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bergischen Entwicklungsagentur, begrüßte die Gäste: „Die Veranstaltung ist ein Erfolg, bevor wir überhaupt richtig angefangen haben.“ Denn schon beim Eintreffen war die Stimmung spürbar gut, man zeigte sich beeindruckt von den Räumlichkeiten: Haus Müngsten und der Brückenpark bilden ein einzigartiges Ensemble und seien ein sichtbarer Erfolg bergischer Kooperation, so Feith. 350.000 Besucher zählte man im vergangenen Jahr. Auch Hausherr Josef Neumann von der Lebenshilfe Solingen ist sicher: „Mit der neuen Gastronomie werden es sicherlich noch mehr.“
„Erfolge bergischer Kooperation“ waren das Thema der anschließenden Vorträge. Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Entwicklungsagentur, führte aus, wie man seit der Gründung der Agentur vor drei Jahren Kooperationen in den Bereichen Wirtschafts-, Stadt- und Regionalentwicklung sowie Tourismus forciert habe. Für den letztgenannten Bereich sei aktuell die Weiterentwicklung der Tourismusachse Müngsten–Burg vorrangig, so Middeldorf. Ein weiteres Projekt ist der Bergische Trassenverbund, der nun mit der Nordbahntrasse den wichtigen Lückenschluss erfährt. „Die Region verfügt über zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die wir ins rechte Licht rücken müssen“, sagt Middeldorf. 328 Millionen Euro werden im Bergischen pro Jahr im Tourismus erwirtschaftet. 5.800 Vollarbeitsplätze kann die Branche vorweisen. Wichtiges Alleinstellungsmerkmal sei die Bergische Industriekultur, die sich durch alle Tourismusprojekte ziehe. Als gastgebendes Unternehmen der bergischen Frühstückspremiere präsentierte sich der Kompetenzverbund Bergischer Werkstätten. Seit fünf Jahren kooperieren die fünf Werkstätten aus Remscheid, Solingen, Wuppertal und Wermelskirchen. Gemeinsam verfügen sie über 50.000 Quadratmeter Produktionsfläche und beschäftigen über 3.000 Menschen, davon etwa 2.500 mit geistigen oder psychischen Problemen, die eine Vermittlung auf dem ersten Arbeitsmarkt nahezu unmöglich machen. Matthias Laufer, Betriebsleiter bei der proviel gGmbH in Wuppertal, kann die starke Partnerschaft der Werkstätten mit den Unternehmen anhand von Zahlen belegen: „Wir arbeiten in der Region für etwa 250 Betriebe.“ Alleine im vergangenen Jahr seien 60 neue Auftraggeber hinzu gekommen. Die Kopperationen seien für beide Seiten ein Zugewinn, ist er überzeugt. Gleiches galt auch für die Premiere des Bergischen Business-Breakfast. pte